12. Langzeit-Blutdruckmessung
Bei therapieresistentem Bluthochdruck ist die Langzeit-Blutdruckmessung ein unverzichtbares diagnostisches Instrument. Nur durch die 24-Stunden-Messung lässt sich zuverlässig feststellen, ob die verordneten Medikamente nicht nur wirken, sondern auch über den gesamten Tag und die Nacht hinweg ausreichend wirksam sind. Insbesondere bei Patienten, deren Blutdruck trotz Therapie erhöht bleibt, kann die Untersuchung aufdecken, ob eine unzureichende Wirkstoffverfügbarkeit vorliegt – etwa durch einen zu schnellen Abbau in der Leber oder eine vermehrte Ausscheidung über die Nieren. Auf Basis dieser Daten kann der behandelnde Arzt die Medikation individuell anpassen: Angefangen von der Dosierung über den optimalen Einnahmezeitpunkt bis hin zur Auswahl eines geeigneteren Wirkstoffs. So wird sichergestellt, dass der Blutdruck nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft kontrolliert wird, was das Risiko für Folgeerkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt deutlich reduziert. Die Langzeit-Blutdruckmessung bildet somit die Grundlage für eine erfolgreiche und nachhaltige Behandlung des Bluthochdrucks.