14. Carotis-Duplex-Untersuchung

Die Plaquecharakterisierung mittels Carotis-Duplex-Untersuchung spielt eine entscheidende Rolle bei der Einschätzung des Schlaganfallrisikos. Neben der reinen Messung der Gefäßverengung ermöglicht die Ultraschalluntersuchung die Beurteilung der Plaquebeschaffenheit, etwa ob die Ablagerungen stabil oder instabil sind. Instabile Plaques weisen oft eine weiche, lipidreiche Struktur auf und können zur Ruptur neigen, was das Risiko für embolische Ereignisse deutlich erhöht. Durch den Einsatz moderner Duplex-Techniken lassen sich Echogenität, Oberflächenbeschaffenheit und Plaquemobilität visualisieren. Diese Informationen sind essenziell, um individuelle Therapieentscheidungen zu treffen – etwa die Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung oder einen operativen Eingriff wie die Karotisendarteriektomie. Somit erweitert die Plaquecharakterisierung die diagnostischen Möglichkeiten der Carotis-Duplex-Untersuchung erheblich und trägt maßgeblich zur Prävention von Schlaganfällen bei.