11. Langzeit-EKG

Bei Patienten mit eingeschränkter Herzleistung spielen Herzrhythmusstörungen eine zentrale Rolle, da sie das Risiko für schwerwiegende Komplikationen deutlich erhöhen können. Im Langzeit-EKG werden Herzrhythmusstörungen über mindestens 20 Stunden erfasst, um zwischen behandlungsbedürftigen und unbedenklichen Veränderungen zu unterscheiden. Gerade bei eingeschränkter Herzfunktion ist eine regelmäßige Überwachung essenziell, da hier selbst kleinere Rhythmusanomalien die Prognose beeinflussen können. Die Befunde der Langzeit-EKG-Untersuchung dienen als Grundlage für weiterführende Maßnahmen, die von medikamentöser Therapie bis hin zu invasiven Eingriffen wie der Implantation eines Herzschrittmachers oder eines implantierbaren Defibrillators (ICD) reichen. Zusätzlich können elektrophysiologische Untersuchungen oder Ablationen notwendig werden, um lebensbedrohliche Arrhythmien gezielt zu behandeln. Somit trägt das Langzeit-EKG entscheidend dazu bei, die individuelle Therapie bei Patienten mit eingeschränkter Herzleistung optimal zu steuern und Komplikationen frühzeitig vorzubeugen.